Vesperkirche Augsburg: Rückblick & Ausblick

"... alle an einem Tisch“ kommt 2026 wieder

Gemeinsam Mittagessen, Kaffee und Kuchen zum Nachtisch, miteinander plaudern, willkommen sein - das ist das Prinzip der ökumenischen Vesperkirche in Augsburg. Viele Serviceangeboten, soziale Beratung an Thementagen, Gottesdiensten und kulturellen Events runden das Programm ab. Nach dem großen Erfolg mit rund 7700 Besucherinnen und Besuchern vom 9. bis 23. Februar 2025 wird St. Paul vom 01. bis 15. März 2026 wieder zur Vesperkirche. Seien Sie dabei. Wir freuen uns auf Sie!

Ein starkes Zeichen für soziales Miteinander und Solidarität

Alle Menschen sind willkommen, unabhängig von Alter, Herkunft, sozialem Status oder Religionszugehörigkeit. Das Evangelische Dekanat Augsburg setzt damit, gemeinsam mit dem Diakonischen Werk, dem Bistum Augsburg und der Caritas, ein Zeichen für soziales Miteinander und Solidarität. Schirmherrin der Vesperkirche ist Oberbürgermeisterin Eva Weber.

Mitmachen, unterstützen und spenden

Die Vesperkirche ist ein großes Kooperationsprojekt, das nicht möglich wäre, ohne die Unterstützung von über 300 Helferinnen und Helfern, der Zusammenarbeit von mehr als 50 sozialen Einrichtungen und Arbeitsbereichen sowie großer Unterstützung aus dem kulturellen Bereich.
Viele Firmen und Einzelpersonen unterstützen die Vesperkirche mit Sach- und Geldspenden. Weitere Spenden sind sehr willkommen. Hier finden Sie unser Gabenkonto.

Die nächsten Veranstaltungen, Angebote und Gottesdienste

Oberbürgermeisterin Eva Weber

Oberbürgermeisterin Eva Weber, Schirmherrin

Das Projekt Vesperkirche erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Dankbarkeit für diese zwei Wochen, in denen ganz unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Motiven gemeinsam an einem Tisch sitzen. Dankbarkeit für die vielen Ehrenamtlichen, die zum Teil jeden Tag vor Ort waren und das Projekt überhaupt möglich machen. Dankbarkeit für viele Spenden und Dankbarkeit für augsburg.evangelisch und die katholische Kirche für die Idee und die Durchführung. Das Projekt zeigt, wie wichtig Orte sind, an denen Menschen zusammenkommen und sich austauschen können.

Diakon Markus Müller, Caritasdirektor

Diakon Markus Müller, Caritasdirektor

Viele Menschen sind in den vergangenen zwei Wochen in diese Kirche gekommen. Mit ihren Wunden und Verletzungen. Mit ihrem Scheitern, mit ihren Krankheiten und allen Belastungen.
Vesperkirche ist eine Kirche, die die Finger in diese Wunden legt. Eine Kirche, die greifbar wird. Die sich nicht scheut, zu den Menschen mit ihren Verletzungen zu gehen. Die nicht wartet, bis die Menschen kommen. Die hineingeht in die verschlossenen Räume und Herzen und Türen weit öffnet. Eine Kirche, die den Menschen mit seinem Menschsein, mit seinem Leben, mit seinen Wunden und Narben in die Mitte stellt. Wir brauchen eine liebende Kirche, wo greifbare Begegnung

für das Leben stattfindet. Wir brauchen diese Vesperkirche.

Dekan Frank Kreiselmeier

Dekan Frank Kreiselmeier, Evang.-Luth. Dekanat Augsburg

In welcher Welt wollen wir leben? In einer Welt, in der alle blind aneinander vorbeilaufen? Oder in einer Welt, in der jeder die Augen aufmacht und hinschaut und deshalb bemerkt, wenn irgendwo irgendwer Hilfe braucht? Die Vesperkirche ist eine Einladung sich aufhalten zu lassen und sich gegenseitig Zeit zu schenken, miteinander an festlich gedeckten Tischen zu sitzen mit Essen, Wärme und Gesprächen. So kann Gemeinschaft entstehen. Freude, Wärme, satt werden, freundliche Gesichter, Miteinander. Und das tut gut – Leib und Seele gut!

Pfarrer Fritz Graßmann

Pfarrer Fritz Graßmann, Theologischer Vorstand der Diakonie Augsburg

Viele Menschen in unserem Land und auch in unserer Stadt sind von Armut bedroht. Menschen mit psychischen oder körperlichen Behinderungen, Migrantinnen und Migranten, Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, Rentnerinnen und Rentner. Auch immer mehr Familien mit Kindern. Da wollen wir als Diakonie Augsburg ein deutliches Zeichen setzen. Die Schere zwischen Arm und Reich darf nicht weiter auseinandergehen. Wir wissen ganz sicher, dass bei der Vesperkirche ganz verschiedene Menschen zusammenkommen werden, auch solche, die mehr zahlen können und wollen als 1 Euro. So kann ein Gefühl der Zusammengehörigkeit wachsen über die Gräben hinweg, die unsere Gesellschaft immer stärker trennen. Fremde essen und reden miteinander.

Dekan Helmut Haug

Dekan Helmut Haug, Bistum Augsburg

Die Ökumene der evangelisch-lutherischen und römisch-katholischen Kirchen blickt in Augsburg auf eine lange und sehr fruchtbare Tradition zurück. Dass die evangelische Kirche mit dem Projekt einer Vesperkirche auf uns als katholische Kirche mit der Anfrage um Kooperation zukam, hat uns sehr gefreut. So war es für das Bistum Augsburg selbstverständlich, hier eine ökumenische Partnerschaft einzugehen.